Die Philosophie stellt die grundlegenden Fragen menschlicher Existenz: Wer bin ich? Wer will ich sein? Was macht mein Leben sinnvoll? Was soll ich tun?
Als wissenschaftliche Disziplin hat sie Methoden entwickelt, die Menschen dabei unterstützen, durch Selbstreflexion eigene Antworten zu finden und Klarheit über ihr Leben zu gewinnen.
In unserer Arbeit spielt diese Form der Selbstreflexion eine zentrale Rolle. Sie steht in der Tradition von Denkern wie Platon, Aristoteles oder den Stoikern, etwa Marc Aurel, und reicht bis zu zeitgenössischen Entwürfen der Existenzphilosophie.
Klarheit über sich selbst ist die Grundlage selbstbestimmten Entscheidens und Handelns. Sie ermöglicht es, Resilienz zu entwickeln, mit den vielfältigen Erwartungen an Führung souverän umzugehen und Sinn im eigenen Handeln zu finden.
Im Zentrum der Spiritualität des Jesuitenordens steht die Meditation. In dieser Tradition dient sie nicht der Entspannung oder Selbstoptimierung, sondern der Selbstwahrnehmung.
Wer meditiert, entwickelt ein immer feineres Gespür für sich selbst und gewinnt so innere Freiheit gegenüber äußeren Einflüssen und Zwängen. Das ist die Grundlage, um sich in wesentlichen Lebensfragen Orientierung zu geben: Was gibt meinem Leben Sinn? Wofür will ich meine Kraft einsetzen? Was trägt mich – auch in Zeiten von Unsicherheit oder Erfolg?
In Form der Mindfulness-Meditation hat sich diese Praxis inzwischen vom religiösen Kontext gelöst. In dieser zeitgemäßen Form vermitteln wir sie auch in unseren Kursen. Sie macht eine ursprünglich religiöse Übung für Menschen zugänglich, die innere Freiheit entwickeln und sich orientieren wollen – unabhängig von Weltanschauung oder religiöser Bindung. Denn wer andere führen will, muss sich selbst Orientierung geben können.
Die Humanistische Psychologie greift zentrale Einsichten aus Philosophie und spirituellen Traditionen auf und untersucht sie mit empirischen Methoden.
So wurde die Wirksamkeit von Mindfulness-Meditation in Psychologie und Neurowissenschaften umfassend belegt. Die Forschung zeigt, dass diese Ansätze für Motivation, Resilienz und persönliche Entwicklung von hoher Relevanz sind.
Ein zentraler Bezugspunkt unserer Arbeit ist die Self-Determination Theory von Edward L. Deci und Richard M. Ryan – eine der einflussreichsten Motivationstheorien der Gegenwart. Sie beschreibt, unter welchen Bedingungen Menschen ihre Potenziale entfalten und aus selbstbestimmter Motivation heraus handeln.