Antworten auf Ihre Fragen
Sind die Inhalte und Angebote des Instituts wissenschaftlich fundiert?
Ja. Das Institut für Philosophie und Leadership ist aus der Hochschule für Philosophie München hervorgegangen – einer staatlich anerkannten Universität mit über 100-jähriger akademischer Tradition. Unsere Arbeit ist daher unmittelbar in Forschung und Lehre verankert. Mitarbeitende des Instituts lehren unter anderem an der Hochschule für Philosophie München, dem Karlsruhe Institute of Technology und der TU München (UnternehmerTUM).
Wir greifen auf philosophische und psychologische Ansätze zurück, die sich über Jahrhunderte entwickelt und bewährt haben, und verbinden sie mit langjähriger Erfahrung aus der Begleitung von Führungskräften in verantwortungsvollen Positionen. Damit arbeiten wir auf einer Grundlage, die weit über kurzfristige Managementtrends hinausgeht.
Unser Anspruch ist es, wissenschaftliche Grundlagen so zu vermitteln, dass sie für die persönliche Entwicklung und die konkrete Führungsarbeit wirksam werden – auf Universitätsniveau, zugleich zugänglich und praxisnah. Unsere Verwurzelung in der Wissenschaft ist dabei die Grundlage für präzises Denken, klare Sprache und intellektuell anspruchsvolle Angebote.
Wie wirksam sind die Angebote des Instituts?
Unsere Akademien für junge Erwachsene wurden vom Deutschen Stifterverband wissenschaftlich evaluiert. Die Ergebnisse zeigen eine deutliche mittel- und langfristige Wirkung auf die Persönlichkeitsentwicklung von jungen Führungstalenten. Die ausführliche Evaluation stellen wir Ihnen auf Wunsch gerne zur Verfügung.
Unsere Formate für Führungsteams in Unternehmen werden in der Regel unternehmensintern evaluiert – mit bisher sehr positiven Ergebnissen. So haben in den Kursen für die BMW Group 72 % der Teilnehmenden angegeben, dass unsere Programme hilfreicher für ihre Arbeit als Führungskraft waren als alle jemals zuvor besuchten Weiterbildungen (6 von 6 Punkten). Weitere 23 % bewerteten sie als sehr positiv und hilfreich. (5 von 6 Punkten).
Was ist die Spiritualität des Jesuitenordens?
Das Wort Spiritualität stammt aus den großen Weltreligionen und bezeichnet den Bereich der persönlichen Erfahrung Gottes, des Göttlichen oder des Universums. In allen Religionen haben sich Formen entwickelt, die Menschen helfen sollen, sich diesem Bereich anzunähern und sich mit ihm zu verbinden.
Die Grundform spiritueller Praxis ist der Rückzug in die Stille und die Meditation
– insbesondere die bewusste Wahrnehmung des eigenen Atems.
Im christlichen, katholischen Jesuitenorden ist diese Praxis systematisch ausgearbeitet worden. Einmal im Jahr ziehen sich die Übenden in so genannten Exerzitien für 6 bis 10 Tage in die Stille zurück. Durch Gebet, Meditation und gezielte Übungen richten sie den Blick auf ihr eigenes Leben, um Klarheit über sich selbst und den Sinn ihres Lebens zu gewinnen.
Charakteristisch für die Spiritualität des Jesuitenordens ist die Verbindung von Meditation und Reflexion. Im Zentrum stehen Fragen wie: Warum lebe ich so, wie ich lebe? Und wie kann ich mein menschliches Potenzial entfalten?
Wie zeigt sich die Spiritualität des Jesuitenordens in den Kursen?
In den letzten Jahrzehnten hat sich die Praxis der Meditation – insbesondere die Wahrnehmung des eigenen Atems – zunehmend aus ihrem religiösen Kontext gelöst. Als Form der Achtsamkeitsmeditation wird sie heute in vielen Bereichen angewendet, etwa im Gesundheitswesen oder in Unternehmen.
Auch in unseren Kursen lernen die Teilnehmenden diese nichtreligiöse Form der Meditation kennen. Entscheidend ist dabei nicht nur die Praxis selbst, sondern die Fähigkeit, die eigenen Erfahrungen zu deuten und für die persönliche Entwicklung fruchtbar zu machen.
Meditation verstehen wir dabei nicht als Instrument der Selbstoptimierung. Vielmehr ist sie eine Methode, über die Selbstreflexion hinaus ein feineres Gespür für grundlegende Lebensfragen zu entwickeln: Wer bin ich? Was will ich wirklich? Welches Leben passt zu mir?
Die Klärung dieser Fragen ist nicht nur eine persönliche Angelegenheit. Sie ist auch für wirksame Führung entscheidend. Denn Führungskräfte, die sich selbst verstehen, können ihr Potenzial klarer und verantwortlicher in den Dienst ihres Unternehmens stellen.
Sind die Angebote des Instituts religiös?
Nein. Unsere Arbeit ist in der Tradition der Philosophie und der Spiritualität des Jesuitenordens verwurzelt. Gleichzeitig richten sich unsere Kurse ausdrücklich auch an Menschen ohne religiösen Hintergrund oder aus anderen religiösen Traditionen.
Im Mittelpunkt steht nicht die Vermittlung von Glaubensinhalten, sondern die persönliche Auseinandersetzung mit grundlegenden Fragen: Wer bin ich? Was ist mir wirklich wichtig? Wie möchte ich leben und führen?
Die Methoden, mit denen wir arbeiten – etwa Meditation und Reflexion – sind so gestaltet, dass sie unabhängig von religiösen Überzeugungen zugänglich sind. Jede und jeder kann sich auf die Inhalte in der eigenen Weise einlassen.
Für wen sind die Kurse besonders geeignet?
Unsere Kurse richten sich an Menschen in Führungsverantwortung oder auf dem Weg dorthin, die ihre persönliche Entwicklung bewusst gestalten möchten.
Sie sind besonders geeignet für Führungskräfte, die bereit sind, sich mit grundlegenden Fragen auseinanderzusetzen – etwa nach der eigenen Motivation, dem Umgang mit Verantwortung oder der Ausrichtung ihres Lebens und ihrer Arbeit.
Wer vor allem nach schnellen Methoden oder kurzfristigen Lösungen sucht, wird bei uns weniger fündig. Unsere Arbeit richtet sich an Menschen, die sich Zeit für eine vertiefte Klärung nehmen möchten und darin einen wesentlichen Beitrag zu wirksamer Führung sehen.
Muss ich religiös sein, um an einem Kurs teilzunehmen?
Nein. Ein Großteil unserer Teilnehmenden hat keinen biografischen Bezug zu einer Religion, ist aus der Kirche ausgetreten oder gehört einer anderen Religionsgemeinschaft an.
Entscheidend ist nicht die religiöse Zugehörigkeit, sondern die Bereitschaft, sich auf sich selbst, die eigene Entwicklung und die damit verbundenen Fragen einzulassen. Dafür machen wir Methoden und Weisheiten fruchtbar, die seit Jahrhunderten in Religionen und in der Philosophie überliefert sind. Wir verwenden eine Sprache, die den persönlich-existenziellen Gehalt dieser Traditionen bewahrt und zugleich allgemein verständlich und zugänglich ist – auch für Menschen ohne religiösen Hintergrund oder aus anderen religiösen Traditionen.
Auf Wunsch stellen wir gerne den Kontakt zu ehemaligen Teilnehmenden her, die keinen religiösen Hintergrund haben oder in einer nicht-christlichen Tradition verwurzelt sind.
Wie ist das Verhältnis Frauen zu Männern bei den Kursteilnehmern?
An unseren Kursen für Einzelpersonen nehmen im Durchschnitt etwa 60 % Männer und 40 % Frauen teil. Die Entwicklung der letzten Jahre geht dabei klar in Richtung einer ausgewogeneren Verteilung.
In den Formaten für Führungsteams ist der Frauenanteil in der Regel geringer. Das spiegelt die Situation in vielen Unternehmen wider, in denen Frauen in Spitzenpositionen nach wie vor unterrepräsentiert sind.
Wie sehr müssen sich die Teilnehmenden in Ihren Kursen persönlich öffnen?
In allen unseren Formaten gilt: Persönliche Entwicklung braucht einen geschützten Raum. Ob und in welchem Maß Sie persönliche Erfahrungen mit anderen teilen, entscheiden Sie selbst.
In den Formaten für Führungsteams eines Unternehmens legen wir besonderen Wert auf Diskretion. Persönliche Erfahrungen und Einsichten werden nicht vor der Gruppe besprochen. Stattdessen stellen wir Fragen und vermitteln Methoden, die der individuellen Klärung dienen – etwa: Warum mache ich, was ich mache? Was treibt mich an? Wie gehe ich mit Macht und Ohnmacht um?
Auch in unseren 5-6 tägigen Kursen für Einzelpersonen (Akademie, Intensivseminar, Retreat) ist es jedem und jeder freigestellt, persönliche Erfahrungen in der Gruppe zu teilen oder für sich zu behalten.
In allen Formaten besteht darüber hinaus die Möglichkeit zu Einzelgesprächen, in denen persönliche Themen im geschützten Rahmen vertieft werden können.
Bieten Sie Kurse auch auf Englisch an?
Ja. Die Formate für Führungsteams eines Unternehmens führen wir wahlweise auf Deutsch oder Englisch durch.
Die einwöchigen Kurse für Einzelpersonen (Akademie, Intensivseminar, Retreat) finden in deutscher Sprache statt. Eine Teilnahme ist jedoch auch möglich, wenn Sie Englisch sprechen, Deutsch aber gut verstehen können.
Wie finanziert sich das Institut?
Unsere Arbeit finanziert sich aus drei Quellen: Rund 40 % unserer Einnahmen stammen von Förderpartnern, etwa 20 % aus Spenden und etwa 40 % aus Kursen für Einzelpersonen und Unternehmen. Finanzielle Mittel unseres Trägers, des Jesuitenordens, oder aus Kirchensteuern beziehen wir nicht.
Alle Erträge verwenden wir ausschließlich für die in unserer Satzung festgelegten gemeinnützigen Zwecke. Dazu gehört insbesondere die Ausbildung junger Führungspersönlichkeiten – etwa Gründerinnen und Gründer, Nachfolgerinnen und Nachfolger in Familienunternehmen sowie andere High Potentials, die Führungsverantwortung übernehmen wollen.
Darüber hinaus engagieren wir uns im Rahmen unseres Bildungsauftrags in der universitären Lehre, unter anderem an der Hochschule für Philosophie München, dem Karlsruhe Institute of Technology und der TU München (UnternehmerTUM).